Turnverein Bad Bergzabern 1882 e.V.
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16.März, Kreissportlerehrung in Annweiler:
Um es vorwegzunehmen, der Landrat Dietmar Seefeldt und sein Erster Beigeordneter Marcus Ehrgott hatten mit dem Turnverein Bad Bergzabern das Hauptkontingent an Ehrungen vorzunehmen. Die Turnerinnen, die Turner, die Leichtathleten und auch Basketballerinnen und Basketballer waren dabei. Und auch das Video zeigte wieder einmal mehr die Akteure des Turnvereins. Das Rahmenprogramm gestalteten die Mädchen und Jungen der Turnabteilung des Turnvereins Bad Bergzabern. Hoffen wir, dass dies im kommenden Jahr sich wieder ebenso entwickelt, obwohl auf die Mitglieder des Turnvereins durch die Schließung der Verbandsgemeindehalle harte Einschnitte zukommen werden.
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Hierzu auch ein Bericht aus der Rheinpfalz vom 16.Januar 2018:
KREIS SÜDLICHE WEINSTRASSE
Ein Leben für den Sport
Von Sonja Pfundstein-Brinkop

Lernten sich beim Sport kennen: Ulla und Werner Kerth. ( Foto: Iversen)

«Bad Bergzabern.» Mehr als ein halbes Jahrhundert hat Werner Kerth die Geschicke des Turnvereins Bad Bergzabern auch als aktiver Sportler mitbestimmt, davon 40 Jahre als Vorsitzender. „Mir kommt es gar nicht so lange vor“, sagt der heute 82-Jährige, der seit Kurzem der erste Ehrenvorsitzende des 1882 gegründeten Vereins ist, der aktuell 1600 Mitglieder zählt.
„Rennen geht heute nicht mehr“, sagt Werner Kerth, der Ende des vergangenen Jahres seine aktive Zeit im Turnverein Bad Bergzabern beendet hat. Er hält sich mit Nordic-Walking, Schwimmen und Gartenarbeit fit. Aufgewachsen ist Kerth in Zeiskam, Krieg und Nachkriegszeit haben seine Kindheit geprägt. „Zeiskam war traditionell gut im Fußball“, sagt er über die Sportart seiner Kindheit. Zu seinen Erinnerungen an die frühen Tage gehört auch die RHEINPFALZ. „Meine Mutter war eine der ersten Leserinnen, damals war man sparsam, das Abo haben sich drei Leute geteilt“, erzählt Kerth. Und das Papier sei verwertet worden, unter anderem auf der Toilette.
Zum Fußball kam bald Feldhandball bei der Spielvereinigung Bad Bergzabern hinzu, in der Kurstadt besuchte Kerth das Gymnasium. „Feldhandball kennt heute kaum noch jemand, Handball wird nur noch in der Halle gespielt“, erzählt Kerth. Auch Jogging und Walking habe man nicht gekannt, damals habe man Waldläufe gemacht. Mit 20 Jahren ging er in die Leichtathletikabteilung des Turnvereins, Leichtathletik sollte seine große Leidenschaft werden. „Von 1956 bis 1962 war ich als Mittelstreckenläufer von 800 bis 3000 Meter einigermaßen erfolgreich“, sagt er bescheiden. 50 Mal hat er das Sportabzeichen gemacht, war in der Leichtathletik Sieger bei Kreismeisterschaften und holte zweite Plätze bei Landesmeisterschaften.
Beruflich trat er in die Fußstapfen seines Vaters, der „Einnehmer“ in der „Einnehmerei“ eines Gemeindeverbands war, vergleichbar mit der heutigen Position eines Kämmerers. Nachdem Kerth eine Lehre bei der „Einnehmerei“ in Billigheim und Kandel gemacht hatte, schlug er die gehobene Laufbahn ein, arbeitete bei der damaligen Bezirksregierung und als Leiter der Finanzabteilung der Kreisverwaltung.
„Auch in beruflich stressigen Zeiten musste Sport immer drin sein“, war seine Devise. 1950 wurde er Mitglied des Bad Bergzaberner Turnvereins, dessen Aktivitäten zu jener Zeit noch im großen Saal des „Saarbrücker Hofs“, einem heute nicht mehr bestehenden Hotel am Bahnhof, stattfanden, später dann in der Schlosshalle. „Der Sportplatz, das Schwimmbad und die Tennisplätze waren damals noch im jetzigen Kurpark“, erzählt er. An den Bau der Verbandsgemeindesporthalle Anfang der 70er-Jahre und des Stadions Anfang der 80er-Jahre kann er sich noch gut erinnern.
Im Turnverein lernte er auch seine sportbegeisterte Frau Ulla kennen, das Paar ist seit 1963 verheiratet. 1964 wurde Sohn Volker, 1967 Tochter Ulrike geboren. Zur Familie gehören drei Enkel. Dem Turnverein sind beide treu geblieben, Ulla Kerth ist ausgebildete Leiterin im Breitensport und leitet bis heute eine der vier Gruppen im Seniorensport des Turnvereins und die Aquafit-Gruppe in der Therme. Aus 350 Mitgliedern 1976 sind aktuell rund 1600 geworden, davon mehr als 600 Kinder und Jugendliche. Die Angebote wurden ständig erweitert und modernisiert, heute gibt es vom Leistungssport bis zum Freizeitsport in 14 Abteilungen fast alles – unter anderem Fechten, Herz- oder Kampfsport.
„Wir hatten tolle Erlebnisse“, erzählen die Kerths, auch bei den großen Turnfesten in Berlin oder Hamburg. Werner Kerth war nicht nur im Vorstand des Turnvereins Bad Bergzabern, sondern leitete auch 40 Jahre die Abteilung Leichtathletik und war Jahrzehnte Prüfer für das Deutsche Sportabzeichen und Kampfrichter beim Leichtathletikverband Pfalz. Die Ehrungen, die ihm zuteil wurden, sind zahlreich, unter anderem bekam er 2012 den Sport-Obelisken des Landes. „Sport hat mir immer sehr viel Spaß gemacht, auch der Kontakt zu jungen Leuten, durch die Vereinstätigkeit sind auch viele Freundschaften entstanden“, lautet das Resümee von Werner Kerth. Und mit Sport bleibe man länger jung und motiviert, ist seine Erfahrung.

Flüchtlinge im Programm.
In mehren Abteilungen unseres Vereins haben
jugendliche  Flüchtlinge
eine Heimat und Freunde gefunden. Auch die Broschüren vom Landessportbund
sind bei uns erhältlich (Herr Dietrich von der Abt. LA).

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